Luftwaffe


Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V.

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Illerunglück 1957/Gedenkstätte

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen, verehrte Leser, eine Auswahl von Kameradschaftshilfen für Soldaten/Innen sowie für Angehörige von Soldaten  aus dem Organisationsbereich Luftwaffe vor, bei denen wir die Betroffenen bzw. die Hinterbliebenen unterstützen konnten.

Hier können Sie die komplette Darstellung (PDF-Dokument) lesen.


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Wer entscheidet über die Vergabe von Kameradschaftshilfen ?

Der Geschäftsführende Vorstand entscheidet direkt über notwendige Soforthilfen bei Todesfällen und über Kameradschaftshilfen in geringfügiger Höhe sowie auch bei einsatzbedingten Fällen. Alle anderen Fälle werden an den Spendenausschuss übergeben. Rund 50 % der Fälle werden durch diesen entschieden.

Wie der Spendenausschuss arbeitet können sie hier lesen.

Detailübersichten zu den Kameradschaftshilfen der Vorjahre finden Sie im Register Tätigkeitsbericht.


Kurzdarstellung aktueller Kameradschaftshilfen im Organisationsbereich Luftwaffe:

  • Tod der Ehefrau (88/2016)

Die Ehefrau eines Stabsunteroffiziers verstarb im April 2016 nach schwerer Krebserkrankung. Neben der hohen psychischen und emotionalen Belastung zeigte sich auch die finanzielle Situation für den Soldaten und seine Tochter äußerst angespannt.


Der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr wandte sich daher wegen einer finanziellen Unterstützung an das Soldatenhilfswerk. Der Geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks hat den Antrag beraten und beschlossen, Herrn X mit dem Betrag von 4.500.- Euro zu unterstützen.


  • Tod durch Motorradunfall (99 + 108/2016)

Ein Oberstabsgefreiter verunglückte im Juli 2016 tödlich bei einem tragischen und unverschuldeten Motorradunfall. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin mit dem gemeinsamen zweieinhalbjährigen Sohn.


Um die finanziellen Belastungen durch die Kosten der Beerdigung und das Leid der Familie zu mildern, hat das Soldatenhilfswerk auf Antrag des Vorgesetzten an die Lebenspartnerin eine Soforthilfe von 4.500.- Euro und nach Beratung im Spendenausschuss weitere 4.000.- Euro überwiesen.


  • Hochwasserschaden (125/2016)

Herr Hauptfeldwebel X lebt mit seiner Familie in einem Eigenheim. Das Haus der Familie wurde in einem Jahr zweimal von einem Hochwasser heimgesucht. Die nach dem ersten Hochwasser abgeschlossene Elementarschadenversicherung trat nicht ein, da sie sich noch in der vierwöchigen Sperrfrist befand. Fast der komplette Hausrat war vom Hochwasser zerstört und noch nicht durch eine Versicherung abgedeckt.


In dieser Situation kontaktierte der zuständige Sozialdienst das Netzwerk der Hilfe, dem auch das Soldatenhilfswerk angehört. Das Soldatenhilfswerk stellte der Familie nach Beratung des Falls im Spendenausschuss eine Summe in Höhe von 5.000.- Euro zur Verfügung.

 

  • Tod der Mutter (19/2017)

Am 13.01.2017 ist die Mutter des Oberstabsgefreiten X plötzlich verstorben. Der Vater lebt ebenfalls nicht mehr. Der Soldat hat noch eine 18jährige Halbschwester, die schon Mutter eines Säuglings ist und von ALG II lebt. Der Oberstabsgefreite musste aus diesem Grund auch alleine für die Kosten der Bestattung aufkommen. Diese finanzielle Belastung war für Herrn X schwer zu tragen, da er für Anschaffungen bereits hohe Kredite aufgenommen hatte.


In dieser Situation wandte sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe. Das Soldatenhilfswerk hat dieser Bitte entsprochen und hier mit 1.000.- Euro unterstützt.


  • Besuchskosten (59/2017)

Herr Hauptfeldwebel X lebt mit seiner Lebenspartnerin und den beiden Kindern (4 Jahre bzw. 1 ½ Jahre) in einer Mietwohnung. Der jüngere Sohn ist schwer erkrankt an einer Nervenentzündung und musste über einen Zeitraum von mehreren Wochen zunächst stationär in einer Uniklinik behandelt werden, bevor sich dann die Behandlung in einer Reha-Klinik anschloss. In dem Zeitraum entstanden der Familie hohe Fahrtkosten. Für die Fahrtkosten seiner Lebenspartnerin und für das andere Kind kam die gesetzliche Krankenversicherung auf. Die Fahrtkosten für Herrn X wurden hingegen durch die Bundeswehr nicht übernommen.


Um zumindest finanziell eine gewisse Entlastung für den Soldaten und seine Lebensgefährtin herbeizuführen, wandte sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe. Nach Prüfung des Falles im Spendenausschuss wurde eine Kameradschaftshilfe in Höhe von 1.000.- Euro bewilligt.


  • Lernschwäche (89/2017)

Frau Stabsunteroffizier X ist verheiratet und Mutter zweier Söhne im Alter von 8 und 4 Jahren. Bei dem älteren Sohn äußerte die Lehrerin Ende 2016 den Verdacht, dass eine Lernschwäche vorliegen könnte. Auf Initiative der Eltern wurde der Junge am Sozialpädagogischen Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche untersucht. Dort wurde ein möglichst baldiger Beginn einer Lerntherapie empfohlen, denn je schneller damit begonnen wird, desto höher sind die Erfolgschancen.


Eine Übernahme der Therapiekosten durch die Krankenkassen ist jedoch ausgeschlossen, da Dyskalkulie im Sinne der Sozialgesetzgebung keine anerkannte Erkrankung ist. Sowohl die Kosten für die Lerntherapie als auch die erforderlichen Fahrtkosten zur Therapie mussten von der Familie zunächst selbst getragen werden. Eine Übernahme der Therapiekosten bzw. eine finanzielle Unterstützung der Therapie kann unter bestimmten Bedingungen beim Jugendamt beantragt und nach Vorlage eines psychologischen Gutachtens dort dann intensiv geprüft und entschieden werden.


Um die Therapie - wie ärztlich empfohlen - möglichst zügig in Gang zu setzen und die Familie bei den Kosten zu entlasten, nahm der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr Verbindung mit dem Soldatenhilfswerk auf. Es wurde eine Kameradschaftshilfe von 1.500.- Euro beantragt, die nach Beratung im Spendenausschuss auch bewilligt wurde.


  • Besuchsfahrten/Fahrkosten der Eltern (93/2017)

Herr Obergefreiter X ist ledig und lebt bei seinen Eltern. Am 08.02.2017 erlitt er einen schweren Autounfall und wird seit dem 22.02.2017 in einer Klinik mit der Diagnose „Schädel-Hirn-Trauma“ behandelt. Seitdem fahren die Eltern jedes Wochenende in die Klinik. Es entstehen Fahrt- und Übernachtungskosten von jeweils ca. 150.- Euro.

Mit der Zeit summierten sich die Reisekosten, während die Einnahmen bei dem Vater von Herrn X, einem selbständigen Schreiner, wegen der reisebedingten Abwesenheiten stetig zurückgingen.


In dieser Situation wandte sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine finanzielle Unterstützung für die Eltern des Soldaten. Das Soldatenhilfswerk hat Beratung dem Antrag entsprochen und die Familie mit einem Betrag von 3.500.- Euro unterstützt.


  • Tod während der Reha (8/2018)

Ein Oberfeldwebel ist im Oktober 2017 während des Aufenthaltes in einer Rehaklinik unter ungeklärten Umständen verstorben. Er hinterließ eine Frau und zwei Kinder. Der zuständige Sozialdienst hat das Soldatenhilfswerk um eine finanzielle Unterstützung für die Ehefrau gebeten, um die durch diesen Schicksalsschlag entstandenen finanziellen Belastungen zu mildern.


Der Geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat den Antrag beraten und entschieden, die Ehefrau und die beiden Kinder mit einer Soforthilfe in Höhe von 5.500.- Euro zu unterstützen.


  • Trennung, Schulden, PTBS (33/2018)

Frau Hauptfeldwebel X ist verheiratet, jedoch in Trennung lebend. Sie hat drei Kinder. Ihr (noch) Ehemann hat sie mit den drei Kindern und einem Schuldenberg sitzen lassen. Die Soldatin ist an PTBS erkrankt und befand sich wiederholt in stationärer psychiatrischer Behandlung.


Der Sozialdienst im Bundeswehrkrankenhaus wandte sich in dieser Situation an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e. V., um die Mutter mit den drei Kindern finanziell zu unterstützen. Der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerkes der Bundeswehr e. V. hat entschieden, Frau Hauptfeldwebel X mit einem Betrag in Höhe von 5.000.- Euro zu unterstützen.


  • Hausbrand (56/2018)

Herr Stabsunteroffizier X wohnte mit seiner Freundin in einem Haus, welches sie erst vor drei Jahren gekauft hatten. Ende Mai 2018 brannte das Haus samt Inventar restlos nieder. Als Ursache für den Brand wird ein Blitzschlag vermutet.

Der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr hat sich in dieser Situation an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. gewandt und um eine finanzielle Soforthilfe gebeten. Der Geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat entschieden, den Soldaten mit einer Soforthilfe in Höhe von 1.000.- Euro zu unterstützen.


  • Tod der Tochter (128/2018)

Stabsfeldwebel X lebte mit seiner Ehefrau und einer jugendlichen Tochter zusammen. Im September 2018 ist die Tochter aus dem gemeinsamen Haushalt spurlos verschwunden. Mitte Oktober 2018 überbrachte dann die Polizei der Familie die traurige Nachricht, dass die Tochter auf tragische Weise verstorben ist.


Der Sozialdienst wandte sich an das Soldatenhilfswerk und bat um eine finanzielle Unterstützung, um die entstandenen Kosten zu mildern. Der Disziplinarvorgesetzte unterstützte diesen Antrag mit Nachdruck. Der geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat entschieden, die Familie mit einer Kameradschaftshilfe in Höhe von 3.000.- Euro zu unterstützen.


  • Herausforderung Drillinge (22/2019)

Stabsunteroffizier X lebt mit seiner Ehefrau und seinen drei Kindern (Drillinge) in einer Mietwohnung. Die Drilllinge sind im Sommer 2016 als extreme Frühgeburten zur Welt gekommen. Alle Kinder waren in einem äußerst kritischen Gesundheitszustand. Das Ehepaar hat nunmehr seit über 2 Jahren mit diesen Herausforderungen zu kämpfen. Insbesondere der sehr kritische gesundheitliche Zustand eines der Kinder belastet sehr. Ohne fremde Hilfe kann diese Familie die physischen und finanziellen Belastungen nicht meistern. Der Sozialdienst hat daher um eine finanzielle Unterstützung für die temporäre Anstellung einer Tagesmutter gebeten.


Der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. hat entschieden, die Familie hierzu mit einer Kameradschaftshilfe in Höhe von 10.000,00 Euro zu unterstützen.


  • Erausstattung Baby (25/2019)

Im April 2019 wurde der gemeinsame Sohn des Oberstabsgefreiten X und seiner Lebensgefährtin geboren. Aufgrund einer Erkrankung und der Arbeitslosigkeit der Lebensgefährtin kann sich der Soldat im Moment keine Erstausstattung für das Kind leisten.


Der Geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat auf der Grundlage eines vom Sozialdienst der Bundeswehr vorgelegten Antrages entschieden, den Soldaten mit einer Kameradschaftshilfe in Höhe von 500,00 Euro zu unterstützen.


  • Delphintherapie (32/2019)

Hauptfeldwebel X ist verheiratet und lebt mit seiner Familie (2 Kinder) in einer Mietwohnung. Seit der Geburt des Sohnes vor drei Jahren ist dieser schwerbehindert (GdB 100). Das Kind erlitt kurz nach der Geburt einen Schlaganfall und einen Herzstillstand. Ärztlicherseits wird eine Delphintherapie für das Kind befürwortet.


Der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat den Antrag des Sozialdienstes der Bundeswehr zur Unterstützung bei der Delphintherapie beraten und entschieden, den Soldaten hierzu mit einer Kameradschaftshilfe in Höhe von 11.000,00 Euro zu unterstützen.


  • Sternenkind (36/2019)

Im April 2019 kam die gemeinsame Tochter von Hauptfeldwebel X und seiner Ehefrau zur Welt und verstarb nach nur vier Stunden Lebenszeit. Durch einen Wasserschaden in der Wohnung war die Familie weiteren Belastungen ausgesetzt. Der Kommandeur der Dienststelle hat das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e. V. um eine finanzielle Unterstützung für die Familie gebeten, um die Kosten zu mildern, die der Familie entstanden sind.


Der Geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat entschieden, hier mit einer Kameradschaftshilfe in Höhe von 3.000,00 Euro zu unterstützen.


  • Treppenlift für die Ehefrau (52/2019)

Die Ehefrau von Oberstabsfeldwebel X erkrankte 2011 an MS; der Grad der Behinderung beträgt 80 %. Zur Verbesserung der Lebensqualität der Ehefrau sind umfangreiche Umbauten im Wohnhaus notwendig. Unter anderem ist der Einbau eines Treppenliftes geplant.


Der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat auf Antrag Sozialdienstes der Bundeswehr entschieden, hierzu mit einer Kameradschaftshilfe in Höhe von 12.000,00 Euro zu unterstützen