Luftwaffe


Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V.

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Sommerkonzert: 16.06.2019 in Berlin (rrb Berlin)

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Illerunglück 1957/Gedenkstätte

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen, verehrte Leser, eine Auswahl von Kameradschaftshilfen für Soldaten/Innen sowie für Angehörige von Soldaten  aus dem Organisationsbereich Luftwaffe vor, bei denen wir die Betroffenen bzw. die Hinterbliebenen unterstützen konnten.

Hier können Sie die komplette Darstellung (PDF-Dokument) lesen.


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Wer entscheidet über die Vergabe von Kameradschaftshilfen ?

Der Geschäftsführende Vorstand entscheidet direkt über notwendige Soforthilfen bei Todesfällen und über Kameradschaftshilfen in geringfügiger Höhe sowie auch bei einsatzbedingten Fällen. Alle anderen Fälle werden an den Spendenausschuss übergeben. Rund 50 % der Fälle werden durch diesen entschieden.

Wie der Spendenausschuss arbeitet können sie hier lesen.

Detailübersichten zu den Kameradschaftshilfen der Vorjahre finden Sie im Register Tätigkeitsbericht.


Kurzdarstellung aktueller Kameradschaftshilfen im Organisationsbereich Luftwaffe:

•Erkrankung der Ehefrau (05/2016)

Herr Stabsunteroffizier X leistet seinen Dienst heimatnah ab, um die Betreuung der an Leukämie erkrankten Ehefrau und der beiden Kinder (2 und 1 Jahre alt) sicherstellen zu können. Die Leukämie-Erkrankung der Ehefrau und die Diabetes-Erkrankung des Soldaten haben in der jungen Familie zu hohen psychischen und finanziellen Belastungen geführt. Kostenseitig ergaben sich Belastungen durch Zahlungen für ergänzende Kinderbetreuung, für Fahrten zu Ärzten und zum Klinikum sowie für Zuzahlungen zu Medikamenten.

In dieser Situation hat sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk gewandt mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe. Der Geschäftsführende Vorstand hat dieser Bitte entsprochen und den Soldaten mit einem Betrag von 1.000.- Euro unterstützt.


•Tod im Hospiz ( 06/2016)

Herr Hauptmann X verstarb am 28.12.2015 nach langer und schwerer Krankheit in einem Hospiz.

Auf Antrag des zuständigen Sozialdienstes der Bundeswehr hat der Geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks beschlossen, zur Milderung der mit diesem Schicksalsschlag verbundenen finanziellen Belastungen die Witwe mit einer Kameradschaftshilfe von 3.400.- Euro zu unterstützen.


•Erkrankung eines Kindes ( 37/2016)

Herr Leutnant X ist verheiratet und lebt mit seiner Familie (drei Söhne) in einem Eigenheim. Der jüngste Sohn (2) hat einen Gendefekt, der mit epileptischen Anfällen einhergeht. Die Familie ist durch die Erkrankung des jüngsten Kindes schwer belastet. Neben der psychischen Belastung ist aufgrund der Errichtung des Eigenheims auch die finanzielle Last sehr groß. So stellte sich der Kauf eines neuen Autos, das der Behinderung des Sohnes entsprechend Rechnung trägt, aus eigener Kraft als nicht machbar heraus.

Der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr hat sich in dieser Situation an das Netzwerk der Hilfe, dem auch das Soldatenhilfswerk angehört, gewandt mit der Bitte um Unterstützung der Finanzierung eines neuen behindertengerechten Autos.

Das Soldatenhilfswerk hat das Hilfeersuchen im Spendenausschuss beraten und der Familie eine Kameradschaftshilfe von 10.000.- Euro bewilligt.


•Elektrorollstuhl ( 39/2016)

Herr Hauptmann X ist verheiratet und lebt mit seiner Familie (drei Kinder) in einem Eigenheim. Herr X ist an MS erkrankt und hat eine Behinderung von 50% GbB. Nach mehreren MS-Schüben und diversen Behandlungen ist der Offizier nicht mehr als Lfz-Führer verwendbar und wird nun als Luftfahrzeugeinsatzoffizier eingesetzt. Um diesen Dienst ausüben zu können, benötigte Hauptmann X einen speziellen Rollstuhl, der auf seine Behinderung zugeschnitten ist und über das Gleichgewicht gesteuert werden kann. Die Anschaffung dieses Elektrorollstuhls zum Preis von 19.000.- Euro wurde vom Land Schleswig-Holstein mit rund 14.500.- Euro bezuschusst, die Restsumme hätte von Hauptmann X selbst aufgebracht werden müssen.

Um den Offizier bei der Finanzierung dieses nicht unerheblichen Eigenbeitrags zu unterstützen, wandte sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe. Das Soldatenhilfswerk hat den Fall im Spendenausschuss beraten und die beantragte Summe in Höhe von 4.000.- Euro als Kameradschaftshilfe bewilligt.


•Tod der Ehefrau und der Mutter (28 + 33/2016)

Im Februar 2016 verstarb mit 57 Jahren die Mutter des Oberfeldwebels X. Nur kurze Zeit später, verstarb auch die Ehefrau des Soldaten. Sie war vier Jahre zuvor an Darmkrebs erkrankt.

Neben der großen psychischen Belastung ergaben sich für den Oberfeldwebel durch die Bestattungskosten auch finanzielle Schwierigkeiten. Um eine Milderung dieser finanziellen Belastung zu erreichen, hat sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr in dieser Situation an das Soldatenhilfswerk gewandt.

Nach Beratung des Geschäftsführenden Vorstandes hat das Soldatenhilfswerk in diesem Fall den Betrag von insgesamt 5.500.- Euro bereitgestellt.


•Tod der Ehefrau (88/2016)

Die Ehefrau eines Stabsunteroffiziers verstarb im April 2016 nach schwerer Krebserkrankung. Neben der hohen psychischen und emotionalen Belastung zeigte sich auch die finanzielle Situation für den Soldaten und seine Tochter äußerst angespannt.

Der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr wandte sich daher wegen einer finanziellen Unterstützung an das Soldatenhilfswerk. Der Geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks hat den Antrag beraten und beschlossen, Herrn X mit dem Betrag von 4.500.- Euro zu unterstützen.


•Tod durch Motorradunfall (99 + 108/2016)

Ein Oberstabsgefreiter verunglückte im Juli 2016 tödlich bei einem tragischen und unverschuldeten Motorradunfall. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin mit dem gemeinsamen zweieinhalbjährigen Sohn.

Um die finanziellen Belastungen durch die Kosten der Beerdigung und das Leid der Familie zu mildern, hat das Soldatenhilfswerk auf Antrag des Vorgesetzten an die Lebenspartnerin eine Soforthilfe von 4.500.- Euro und nach Beratung im Spendenausschuss weitere 4.000.- Euro überwiesen.


•Hochwasserschaden (125/2016)

Herr Hauptfeldwebel X ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in einem Eigenheim. Das Haus der Familie wurde in diesem Jahr zweimal von einem Hochwasser heimgesucht. Die nach dem ersten Hochwasser abgeschlossene Elementarschadenversicherung trat nicht ein, da sie sich noch in der vierwöchigen Sperrfrist befand. Fast der komplette Hausrat war vom Hochwasser zerstört und noch nicht durch eine Versicherung abgedeckt.

In dieser Situation kontaktierte der zuständige Sozialdienst das Netzwerk der Hilfe, dem auch das Soldatenhilfswerk angehört. Das Soldatenhilfswerk stellte der Familie nach Beratung des Falls im Spendenausschuss eine Summe in Höhe von 5.000.- Euro zur Verfügung.

 

•Tod der Mutter (19/2017)

Am 13.01.2017 ist die Mutter des Oberstabsgefreiten X plötzlich verstorben. Der Vater lebt ebenfalls nicht mehr. Der Soldat hat noch eine 18jährige Halbschwester, die schon Mutter eines Säuglings ist und von ALG II lebt. Der Oberstabsgefreite musste aus diesem Grund auch alleine für die Kosten der Bestattung aufkommen. Diese finanzielle Belastung war für Herrn X schwer zu tragen, da er für Anschaffungen bereits hohe Kredite aufgenommen hatte.

In dieser Situation wandte sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe. Das Soldatenhilfswerk hat dieser Bitte umgehend entsprochen und hier mit 1.000.- Euro unterstützt.


•Besuchskosten (59/2017)

Herr Hauptfeldwebel X lebt mit seiner Lebenspartnerin und den beiden Kindern (4 Jahre bzw. 1 ½ Jahre) in einer Mietwohnung. Der jüngere Sohn ist schwer erkrankt an einer Nervenentzündung und musste über einen Zeitraum von mehreren Wochen zunächst stationär in einer Uniklinik behandelt werden, bevor sich dann die Behandlung in einer Reha-Klinik anschloss. In dem Zeitraum entstanden der Familie hohe Fahrtkosten. Für die Fahrtkosten seiner Lebenspartnerin und für das andere Kind kam die gesetzliche Krankenversicherung auf. Die Fahrtkosten für Herrn X wurden hingegen durch die Bundeswehr nicht übernommen.

Um zumindest finanziell eine gewisse Entlastung für den Soldaten und seine Lebensgefährtin herbeizuführen, wandte sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe. Nach Prüfung des Falles im Spendenausschuss wurde eine Kameradschaftshilfe in Höhe von 1.000.- Euro bewilligt.


•Lernschwäche (89/2017)

Frau Stabsunteroffizier X ist verheiratet und Mutter zweier Söhne im Alter von 8 und 4 Jahren. Bei dem älteren Sohn äußerte die Lehrerin Ende 2016 den Verdacht, dass eine Lernschwäche vorliegen könnte. Auf Initiative der Eltern wurde der Junge am Sozialpädagogischen Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche untersucht. Dort wurde ein möglichst baldiger Beginn einer Lerntherapie empfohlen, denn je schneller damit begonnen wird, desto höher sind die Erfolgschancen.

Eine Übernahme der Therapiekosten durch die Krankenkassen ist jedoch ausgeschlossen, da Dyskalkulie im Sinne der Sozialgesetzgebung keine anerkannte Erkrankung ist. Sowohl die Kosten für die Lerntherapie als auch die erforderlichen Fahrtkosten zur Therapie mussten von der Familie zunächst selbst getragen werden. Eine Übernahme der Therapiekosten bzw. eine finanzielle Unterstützung der Therapie kann unter bestimmten Bedingungen beim Jugendamt beantragt und nach Vorlage eines psychologischen Gutachtens dort dann intensiv geprüft und entschieden werden.

Um die Therapie - wie ärztlich empfohlen - möglichst zügig in Gang zu setzen und die Familie bei den Kosten zu entlasten, nahm der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr Verbindung mit dem Soldatenhilfswerk auf. Es wurde eine Kameradschaftshilfe von 1.500.- Euro beantragt, die nach Beratung im Spendenausschuss auch bewilligt wurde.


•Besuchsfahrten/Fahrkosten der Eltern (93/2017)

Herr Obergefreiter X ist ledig und lebt bei seinen Eltern. Am 08.02.2017 erlitt er einen schweren Autounfall und wird seit dem 22.02.2017 in einer Klinik mit der Diagnose „Schädel-Hirn-Trauma“ behandelt. Seitdem fahren die Eltern jedes Wochenende in die Klinik. Im Durchschnitt geben sie für Fahrt- und Übernachtungskosten 150.- Euro aus.

Mit der Zeit summierten sich die Reisekosten, während die Einnahmen bei dem Vater von Herrn X, einem selbständigen Schreiner, wegen der reisebedingten Abwesenheiten stetig zurückgingen.

In dieser Situation wandte sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine finanzielle Unterstützung für die Eltern des Soldaten. Das Soldatenhilfswerk hat nach interner Beratung dem Antrag entsprochen und die Familie mit einem Betrag von 3.500.- Euro unterstützt.


•Tod während der Reha (8/2018)

Ein Oberfeldwebel ist im Oktober 2017 während des Aufenthaltes in einer Rehaklinik unter ungeklärten Umständen verstorben. Er hinterließ eine Frau und zwei Kinder. Der zuständige Sozialdienst hat das Soldatenhilfswerk um eine finanzielle Unterstützung für die Ehefrau gebeten, um die durch diesen Schicksalsschlag entstandenen finanziellen Belastungen zu mildern.

Der Geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat den Antrag beraten und entschieden, die Ehefrau und die beiden Kinder mit einer Soforthilfe in Höhe von 5.500.- Euro aus dem Spendenaufkommen des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. zu unterstützen.


•Trennung, Schulden, PTBS (33/2018)

Frau Hauptfeldwebel X ist verheiratet, jedoch in Trennung lebend. Sie hat drei Kinder. Ihr (noch) Ehemann hat sie mit den drei Kindern und einem Gesamt-Schuldenberg von knapp 585.000.- Euro sitzen lassen. Aufgrund dessen ist die Soldatin an PTBS erkrankt. Zurzeit befindet sich die Soldatin wiederholt in stationärer psychiatrischer Behandlung.

Der Sozialdienst im Bundeswehrkrankenhaus wandte sich in dieser Situation an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e. V., um die Mutter mit den drei Kindern finanziell zu unterstützen. Der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerkes der Bundeswehr e. V. hat den Antrag beraten und entschieden, Frau Hauptfeldwebel X mit einem Betrag in Höhe von 5.000.- Euro aus dem Spendenaufkommen von Soldaten der Bundeswehr zu unterstützen.


•Hausbrand (56/2018)

Herr Stabsunteroffizier X wohnte mit seiner Freundin in einem Haus, welches sie erst vor drei Jahren gekauft hatten. In den frühen Morgenstunden an einem Tag Ende Mai 2018 brannte das Haus samt Inventar restlos nieder. Als Ursache für den Brand wird ein Blitzschlag vermutet.

Der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr hat sich in dieser Situation an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. gewandt und um eine finanzielle Soforthilfe gebeten. Der Geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat den Antrag beraten und entschieden, den Soldaten mit einer Soforthilfe in Höhe von 1.000.- Euro aus dem Spendenaufkommen von Soldaten der Bundeswehr zu unterstützen.


•Tod der Tochter (128/2018)

Stabsfeldwebel X ist verheiratet und lebte mit seiner Ehefrau und einer jugendlichen Tochter zusammen. Im September 2018 ist die Tochter aus dem gemeinsamen Haushalt spurlos verschwunden. Mitte Oktober 2018 überbrachte dann die Polizei der Familie die traurige Nachricht, dass die Tochter auf tragische Weise verstorben ist.

Der Sozialdienst wandte sich an das Soldatenhilfswerk und bat um eine finanzielle Unterstützung, um die entstandenen Kosten zu mildern. Der Disziplinarvorgesetzte unterstützte diesen Antrag mit Nachdruck. Der geschäftsführende Vorstand des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e. V. hat den Antrag beraten und entschieden, die Familie mit einer Kameradschaftshilfe in Höhe von 3.000.- Euro aus dem Spendenaufkommen von Soldaten der Bundeswehr zu unterstützen.