Marine

Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V.

Wer entscheidet über die Vergabe von Kameradschaftshilfen ?

Der Geschäftsführende Vorstand entscheidet direkt über notwendige Soforthilfen bei Todesfällen und über Kameradschaftshilfen in geringfügiger Höhe sowie auch bei einsatzbedingten Fällen. Alle anderen Fälle werden an den Spendenausschuss übergeben. Rund 50 % der Fälle werden durch diesen entschieden.

Wie der Spendenausschuss arbeitet können sie hier lesen.

Detailübersichten zu den Kameradschaftshilfen der Vorjahre finden Sie im Register Tätigkeitsbericht.

 

Besuchsfahrten, Wohnungsbrand und Autounfall (121/2014)

Herr Oberfähnrich z.S. B. ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Im Mai 2014 erlitt die Ehefrau mit 32 Jahren einen dreifachen Schlaganfall, an dem sie fast verstorben wäre. Durch notwendige Besuchsfahrten, einen Wohnungsbrand (ebenfalls im Mai 2014) und einen Autounfall mit Totalschaden geriet die Familie in eine finanzielle Notlage. Der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr, der eingeschaltet wurde, wandte sich daraufhin an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine finanzielle Unterstützung.

Nach Beratung im Spendenausschuss hat das Soldatenhilfswerk dieser Bitte entsprochen und die Fahrtkosten von Herrn B. in Höhe von 3.200.- Euro übernommen sowie einen Zuschuss zu den Folgen des Wohnungsbrands gewährt. Die Gesamthilfe an Familie B. belief sich auf 5.000.- Euro.

Spendenausschusssitzungen

Andere Termine

Allgemeines

Spendenkonto: Vordruck Dauerauftrag

24.05.2017

Sommerkonzert: 18.06.2017 in Berlin (Hochschule der Künste)

Impressum

IBAN: DE67 3701 0050 0001 3055 03

21.06.2017

Spenderehrung: 18.10.2017 in Berlin

Erreichbarkeit der Ansprechstelle: 0228-9924-14939

BIC: PBNKDEFF

19.07.2017

Adventskonzert GI: 04.12.2017 in Bonn, 05.12.2018 in Bonn

Email: Soldatenhilfswerk@Bundeswehr.org

Postbank Köln

23.08.2017

Musikfest der Bundeswehr 2017: siehe Info

Copyright ® 2015 Soldatenhilfswerk.org

Satzung Spendenaufruf GI 2017 Aktueller Flyer

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen, verehrte Leser, eine Auswahl von Kameradschaftshilfen für Soldaten/Innen sowie für Angehörige von Soldaten aus dem Organisationsbereich Marine vor, bei denen wir die Betroffenen bzw. die Hinterbliebenen unterstützen konnte.

Hier können Sie die komplette Darstellung (PDF-Dokument) lesen.

 

Sie wollen uns mit einer Spende unterstützen ? Dann finden Sie hier einen Vordruck zur Einrichtung eines Dauerauftrages bei Ihrer Bank. (Vordruck)

PTBS-Erkrankung, Beschaffung von Möbeln (27/2017)

Herr Oberstabsgefreiter W. ist ledig und lebt in einer Mietwohnung. OSG W. hat an sechs Auslandseinsätzen teilgenommen, darunter auch Afghanistan. Im Jahre 2014 war sein letzter Einsatz, seit diesem Zeitpunkt ist er krankgeschrieben, eine PTBS-Erkrankung wurde diagnostiziert, eine Wehrdienstbeschädigung anerkannt. Durch die Erkrankung ist sein privates Glück zerbrochen. Seine Partnerin hat ihn ohne jeglichen Hausrat aus der gemeinsamen Wohnung geworfen und sein Konto wurde leergeräumt. Finanzielle Rücklagen für eigene Möbel hat Herr W. keine, da er gerade im letzten Jahr für sein gebrauchtes Auto über 3.500.- Euro Reparaturkosten bezahlen musste. Öffentliche Verkehrsmittel kann er nicht benutzen. Er benötigt auch bei einfachen täglichen Besorgungen Hilfe.

Vor diesem Hintergrund hat sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe für Herrn W. gewandt. Das Soldatenhilfswerk hat im Spendenausschuss den Antrag beraten und hier mit einem Betrag von 3.000.- Euro unterstützt.

Mordanschläge (13/2017)

Herr Oberstabsgefreiter X ist als Partner seiner neuen Freundin (Oktober 2016) gleich zweimal Opfer eines Anschlages auf sein Leben geworden. Zunächst hat der Ex-Partner seiner Freundin aus Trennungsfrust das Auto von Herrn X manipuliert und erheblich beschädigt, dann hat er Herrn X eine lebensbedrohliche Stich- und Schnittverletzung am Hals zugefügt. Den zweiten Anschlag konnte Herr X nur überleben, indem der Täter zum Glück nicht die Halsschlagader durchtrennt hatte. Neben dem körperlichen Schaden hat Herr X auch eine seelische Beeinträchtigung erfahren und befindet sich in therapeutischer Behandlung. Für die verursachten Schäden an seinem Auto musste Herr X bisher selbst aufkommen, ebenso für die notwendigen Anwaltskosten. Um Herrn X bei diesen Kosten zu entlasten, hat der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr einen Antrag auf Kameradschaftshilfe beim Soldatenhilfswerk gestellt. Das Soldatenhilfswerk hat nach interner Beratung diesem Antrag entsprochen und Herrn X mit einem Betrag vom 3.000.- Euro unterstützt.

Tod auf dem Motorrad (87/2016)

Frau Obermaat J. kam im Mai 2016 als Bei-/Mitfahrer auf dem Motorrad eines Freundes bei einem Unfall in der Nähe von Flensburg ums Leben. Da die Eltern von Frau J. seit vielen Jahren geschieden sind und ein Kontakt des Vaters zu der Tochter kaum noch bestand, blieben alle Formalitäten rund um die Beerdigung in der Verantwortung der Mutter. Als selbständig Tätige musste Frau J. ihre Tätigkeit für zwei Monate einstellen. Über die Kosten für die Beerdigung und den Verdienstausfall geriet sie in eine finanzielle Notlage. In dieser Situation hat sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk gewandt mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe. Das Soldatenhilfswerk hat dem Antrag entsprochen und Frau J. den Betrag von 3.500,00 Euro zur Verfügung gestellt.

 

Totgeburt (41/2016)

Herr Obermaat B ist verheiratet und Vater eines Kindes. Seine Frau war mit dem zweiten Kind schwanger, als kurz vor dem Geburtstermin bei einer Untersuchung festgestellt wurde, dass das Kind im Mutterleib verstorben ist. Letztendlich musste Frau B. das tote Kind zur Welt bringen. Der beratende Sozialdienst der Bundeswehr hat daraufhin einen Antrag an das Soldatenhilfswerk gerichtet, um eine Übernahme der Bestattungskosten zu erreichen. Das Soldatenhilfswerk hat diesem Antrag in vollem Umfang entsprochen und an Herrn Obermaat B. den Betrag von 2.500,00 Euro überwiesen.

Tod der Ehefrau (31/2016)

Herr Stabsbootsmann T war verheiratet und Vater von zwei Kindern (4 und 13 Jahre alt). Seine Frau verstarb nach einer schwerer Krebserkrankung Ende 2015. Die Situation der Familie ist nicht einfach. Neben der Verarbeitung des Tods der Ehefrau muss sich Herr T. nun alleine um die Kinder kümmern. Auch das Fehlen des Einkommens der Ehefrau und die damit verbundenen Auswirkungen für die weitere Finanzierung des Einfamilienhauses wirken sich belastend aus.

Vor diesem Hintergrund haben die Vorgesetzten von Herrn T. das Soldatenhilfswerk um eine Kameradschaftshilfe gebeten. Der Geschäftsführende Vorstand hat den Fall beraten und Herrn T. den Betrag von 4.400,00 Euro bewilligt.

Brandschaden (19/2016)

Herr Stabsgefreiter M. ist verheiratet und hat drei Kinder. Am 27.12.2015 brannten in der Nacht aus bisher ungeklärtem Grund während eines Auslandsaufenthalts der Familie das Eigenheim und das Auto ab. Seit der Rückkehr aus dem Urlaub lebt die Familie in einem Wohnwagen auf dem Grundstück der Eltern. Eine Wohnung wird sie erst ab dem 01.04.2016 wieder haben. Die angespannte Lage der Familie verschärfte sich noch durch einen Autounfall der Ehefrau am 25.01.2016, sodass auch der Zweitwagen erst einmal nicht zur Verfügung stand. In dieser Situation, in der die Familie buchstäblich Haus und Hof verloren hat und die Versicherungen sich noch mit der Bewertung der Ereignisse befassen, haben sich die Dienstvorgesetzten von Herrn M. an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um finanzielle Unterstützung gewandt. Als Soforthilfe hat das Soldatenhilfswerk in diesem Fall 1.000.- Euro als Kameradschaftshilfe gewährt und dann nach eingehender Beratung in seinem Spendenausschuss noch einmal 10.000.- Euro für den Stabsgefreiten M. zur Verfügung gestellt.

 

Wohnungserstausstattung/Erstausstattung (145/2015)

Herr Obermaat P. ist ledig und lebt derzeit noch bei den Eltern. Er ist Vater eines 11 Monate alten Jungen. Mit der drogenabhängigen Kindsmutter hat Obermaat P. längere Zeit um das Sorgerecht für das Kind gekämpft. Nachdem dem Vater das alleinige Sorgerecht gerichtlich zunächst abgesprochen wurde, ist jetzt das Kind durch das zuständige Jugendamt doch in die Obhut des Vaters gegeben worden. Herr P. ist jetzt alleinerziehender Vater und muss sich um eine Wohnung und die Beschaffung von Möbeln und Hausrat kümmern. Ersparnisse hat der Soldat keine, muss jedoch auch noch Rechtsanwaltsgebühren in Höhe von 2.500.- Euro begleichen.

Vor diesem Hintergrund hat sich der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe gewandt. Das Soldatenhilfswerk hat dieser Bitte entsprochen und für Herrn Obermaat P. nach Beratung in seinem Spendenausschuss einen Betrag von 4.000.- Euro ausgezahlt.

 

Therapie (KInd) (59/2015)

Herr Hauptbootsmann S. lebt mit seiner Lebenspartnerin und der gemeinsamen kleinen Tochter in häuslicher Gemeinschaft. Die Tochter leidet an Neurodermitis. Da herkömmliche Behandlungsmethoden nicht geholfen haben, haben die Eltern es jetzt mit einer Therapie versucht, die von den Krankenkassen nicht anerkannt und bezahlt wird. Das Soldatenhilfswerk hat auf Antrag des zuständigen Sozialdiensts der Bundeswehr einen Zuschuss von 500.- Euro zu den Behandlungskosten gezahlt.

Erkrankung Sohn (51/2015)

Herr Feldwebel D. war bei vier Einsätzen in Afghanistan eingesetzt. Er ist an PTBS erkrankt. Die gesundheitliche Situation von Herrn D. ist für die Ehefrau und die beiden Kinder belastend. Bei einem Kind besteht eine Angststörung und klaustrophobische Tendenzen. Eine vom Kinderarzt empfohlene tiergestützte Traumatherapie wird von der Krankenkasse nicht übernommen. Zur Finanzierung dieser Therapie hat sich der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk gewandt.

Das Soldatenhilfswerk hat den Antrag beraten und 500.- Euro von den erbetenen Therapiekosten übernommen und als Kameradschaftshilfe ausgezahlt.

 

Tod eines Kindes (15/2015)

Am 31.12.2014 sollte das 1. Kind des Herr Hauptbootsmann S. zur Welt kommen. Das Kind verstarb jedoch an diesem Tag plötzlich und unerwartet im Mutterleib.

Zur Minderung der Kosten für die Beerdigung des totgeborenen Kindes wandte sich der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk.

Das Soldatenhilfswerk hat umgehend reagiert und Herrn S. einen Betrag von 3.000.- Euro ausgezahlt.

 

PTBS/Finanzielle Notlage (143/2014)

Herr Hauptbootsmann D. ist verheiratet und Vater von einer 18jährigen Tochter und 8 Jahre alten Zwillingen. Er hat eine PTBS, die vermutlich einsatzbedingt ist. Die Ehefrau leidet an Multipler Sklerose. Herr D. ist derzeit nicht in der Lage, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen; Frau D. ebenfalls nicht. Die finanzielle Belastung durch die Kredite für den Hausbau ist so hoch, dass die Familie D. nicht wusste, wie sie die Tankfüllung für die Gasheizung bezahlen sollte.

Das vom zuständigen Sozialdienst eingeschaltete Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. hat die Familie D. mit einem Betrag von rund 780.- Euro zur Bezahlung der Tankrechnung unterstützt, um die Heizung der Wohnung für den restlichen Winter zu ermöglichen bzw. sicherzustellen!