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Die vier verschränkten Hände im Zeichen des Soldatenhilfswerks stehen für die Idee des kameradschaftlichen Zusammenhalts und für die helfende Hand, die dem unverschuldet in Not geratenen gereicht wird.


Erinnerung

Anläßlich des 50-jährigen Bestehens des Soldatenhilfswerkes der Bundeswehr e.V. im Jahr 2007 wurde eine Broschüre erstellt, die einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Vereins bis hin zur Gegenwart aber auch Einblicke in die Verfahrensabläufe widergibt.

 

Die Broschüre können Sie hier als Datei abrufen:

- Deutsch

- Englisch

- Französisch

 

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass einige Passagen zwischenzeitlich überholt sind. So wurden z.B. neue Antragsformulare entwickelt, die Sie im Register "Antragsvordrucke" finden.

Gedenkfeier anläßlich Illerunglück

Die Gedenkfeier zum 64. Jahrestag des Illerunglücks führt die Luftlande- und Lufttransportschule Altenstadt durch:

Wann: 03. Juni 2021, ab 11:00 Uhr

Wo:     Ehrenmal in Hirschdorf


Wir über uns - Das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e. V.

Das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. leistet schnelle und unbürokratische Hilfe in Fällen unverschuldeter Not. Die „Einsatzgebiete“ des gemeinnützigen Vereins sind Unglücke, Unfälle, Krankheiten oder andere Schicksalsschläge. Dies umfasst auch Hilfen für im Einsatz zu Schaden gekommene oder gefallene Soldaten und deren Angehörige.


Das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e. V. besteht seit 1957 und versteht sich seitdem als Selbsthilfeorganisation aller Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr. Während einer Übung am 3. Juni 1957 kamen in den reißenden Fluten der Iller nahe Kempten fünfzehn Rekruten der damals noch jungen Bundeswehr ums Leben. Über die spontanen Spenden hinaus, die Kameraden und Bevölkerung für die Soldaten und deren Angehörigen sammelten, wurde die Notwendigkeit einer dauerhaften Hilfeleistung für unverschuldet in Not geratene Soldaten und deren Angehörigen offenbar. Der damalige Generalinspekteur der Bundeswehr, General Adolf Heusinger, hat zusammen mit dem Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger, beschlossen, einen Hilfsfonds einzurichten. Aus ihm sollten Soldaten und Soldatinnen sowie ihre Angehörigen künftig nach Unfällen und Katastrophen Hilfe erhalten. Der Grundstein für das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. war gelegt. Am 18. Oktober 1957 wurde schließlich der gemeinnützige Verein Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. gegründet. Den Vorsitz übernahm der damalige Bundesminister der Verteidigung, Dr. Franz Josef Strauß. Die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Iller-Unglück ausgegebenen Spendengelder bildeten den Grundstock für den Spendenfonds des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V..


Ein tatkräftiges Team

Den Vereinsvorsitz des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. hat traditionell der Generalinspekteur der Bundeswehr inne. Zurzeit ist Herr General Eberhard Zorn der Vorsitzende. Stellvertreter des Vorsitzenden ist Herr Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps.


Ein dreiköpfiges Team bildet den hauptamtlichen Geschäftsführenden Vorstand des Vereins. Dieser wird durch eine kleine Geschäftsstelle mit Sitz auf der Hardthöhe in Bonn unterstützt.


Der Referent „Fürsorge“ der Abteilung Führung Streitkräfte beim Bundesministerium der Verteidigung, derzeit Herr Oberstleutnant Steffen Heinrich, ist aufgrund seiner dienstlichen Tätigkeit von Amts wegen Mitglied des Vorstands.


Zurzeit sind rund 190 Soldatinnen und Soldaten aus allen Organisationsbereichen und Teilstreitkräften der Bundeswehr als ordentliche Mitglieder für den Verein ehrenamtlich tätig. Ihre Wahl findet auf der alljährlichen Mitgliederversammlung des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. statt. Die Mitglieder sind an ihren jeweiligen Standorten die Repräsentanten des Vereins. Sie entscheiden in den regelmäßig stattfindenden Spendenausschusssitzungen auch über die Vergabe der Spendenmittel an bedürftige Kameraden und Kameradinnen in Form von Kameradschaftshilfen.


Geschäftsführender Vorstand

Der Geschäftsführende Vorstand entscheidet unmittelbar über notwendige Soforthilfen bei Todesfällen und über die Vergabe von Kameradschaftshilfen in geringerer Höhe bis zu 1.000 Euro.

Alle anderen Fälle werden für die Entscheidung im Spendenausschuss aufbereitet.

Der Geschäftsführende Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

- Geschäftsführer: Oberstleutnant a. D. Hans-Joachim Dostert, seit Dezember 2020

- Schatzmeister: Oberstleutnant a.D. Karlheinz Mergner, seit April 2017

- Schriftführer: Oberstleutnant a. D. Adolf von der Heide, seit März 2021.


Spendenausschuss

Der Spendenausschuss ist das alleinige Entscheidungsgremium über die Vergabe von Unterstützungsleistungen in schwierigen und komplexen Fällen. Der Spendenausschuss besteht ausschließlich aus Vereinsmitgliedern, die zu diesem Anlass eingeladen werden. Nur sie sind im Ausschuss stimmberechtigt. Er tagt im Allgemeinen einmal pro Monat. In dringenden Fällen werden außerordentliche Sitzungen einberufen.


Eine schlanke Organisation und wenig Bürokratie sind der Garant für eine schnelle Hilfe!


Netzwerk der Hilfe

Das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr. e.V. arbeitet nicht allein. Gemeinsam mit anderen Einrichtungen, innerhalb, aber auch außerhalb der Bundeswehr, die sich der Unterstützung von Bundeswehrangehörigen verschrieben haben, ist es im Netzwerk der Hilfe verbunden. Dazu zählen u.a. das Bundeswehr-Sozialwerk e. V., die Stiftungen des Bundeswehrverbandes, der von Rohdich’sche Legatenfonds und die Deutsche Härtefallstiftung.


Daneben unterstützen weitere Einrichtungen und Institutionen – mit denen Kooperationsvereinbarungen getroffen wurden – die Arbeit des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V.


Kameradschaft braucht Dialog

Damit die notwendige Unterstützung für in Not geratene Soldaten und Soldatinnen sowie deren Familien auch geleistet werden kann, ist es erforderlich, dass Kameraden, Dienstvorgesetzte, der Sozialdienst Bundeswehr sowie weitere Fürsorge-Einrichtungen Hand in Hand arbeiten. Die Vorgesetzten und die Sozialarbeiter bzw. Sozialberater an den Standorten sind im Allgemeinen die ersten Ansprechpartner für Soldaten in Not. Sie stellen die Anträge auf Kameradschaftshilfe beim Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V..


Die Mittel, die vom Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. für Kameradschaftshilfen vergeben werden, sind überwiegend durch Spenden finanziert. Das Spendenaufkommen setzt sich u.a. zusammen aus:

- der jährlichen Sammelaktion in den Streitkräften

- den persönlichen Spenden von Soldaten und Reservisten

- den Spenden von Verbänden, Unternehmen und Privatpersonen.


Im jährlich herausgegebenen Tätigkeitsbericht des Soldatenhilfswerkes der Bundeswehr e.V. werden sowohl Spender, aber auch die Verwendung der Geldmittel (Kameradschaftshilfen) dargestellt bzw. aufgelistet.

Gedenkfeier 60 Jahre Illerunglück


Wechsel in der Tradition (2015)

Wie jedes Jahr, wurde auch im Jahr 2015 eine Gedenkveranstaltung am 03. Juni durchgeführt.

Der stellvertretende Regimentskommandeur des Gebirgssanitätsregiments 42 "Allgäu", Herr Oberstleutanant Patrick Wagner, erinnerte in seiner Rede zum Gedenken an die im Jahr 1957 verstorbenen 15 jungen Soldaten.

Da das Gebirgssanitätsregiment 42 "Allgäu" aufgelöst wird, wir die Tradition künftig durch die Luftlande-/Lufttransportschule in Altenstadt (Oberbayern) fortgeführt.


Seit der Gründung des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. (in Folge des Illerunglücks) im jahr 1957 wurden insgesamt 27.000.000 Euro gespendet und in über 35.000 Fällen konnten unverschuldet in Not geratene Soldaten und deren Familien unterstützt werden.


Oberstleutnant Wagner übergab anläßlich der Veranstaltung an den Geschäftsführer des Soldatenhilfwerks, Herrn Oberstleutnant a.D. Hans-Michael Ketterle zwei Spendendosen mit 400,00 Euro.


Pressebericht Illerunglück


Pressebericht Spendenübergabe

Gedenkveranstaltung 2016

Am 3. Juni 1957 kamen 15 junge Rekruten des Luftlande Jägerbataillons 19 in Hirschdorf bei Kempten während einer Übung beim Überqueren der Iller in den reißenden Fluten ums Leben.  Trotz unverzüglicher Einleitung der Rettungsmaßnahme konnte erst 14 Tage später der letzte Rekrut tot geborgen werden.

Aus den damals spontan eingesetzten Spenden für die Hinterbliebenen der Opfer  des Unglückes entstand über die „Hilfsaktion Iller“ das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e. V.  und versteht sich seit dem als Selbsthilfeorganisation aller Soldaten in der Bundeswehr, die gerade in Situationen hilft, in denen staatliche Hilfe nicht oder nicht schnell genug zur Verfügung steht.

Der Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport aus Altenstadt übernahm 2016  nach Auflösung des Gebirgssanitätsregiment 42 aus Kempten die Verantwortung für die Organisation und Durchführung der Gedenkfeier.

Die Zeremonie des 59. Jahrestages eröffnete der Leiter des Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport.  OTL Schoebel  schilderte in seiner Ansprache die unglücklichen Umstände, die damals zum Tod  von 15 Soldaten führten und die daraus resultierende Auswirkung für die Gründung des Soldatenhilfswerkes.  Mit einem Gebet von Militärpfarrer Steffen Bauhofer gedachten zum Abschluss  alle Anwesende den verstorbenen Kameraden vom 3. Juni 1957.

Im Anschluss wurden die Kränze des Ausbildungsstützpunktes Luftlande und Lufttransport stellvertretend für die Bundeswehr, Soldatenhilfswerkes der Bundeswehr e. V und dem Fallschirmjägerregiment 26 am Denkmal niedergelegt.


Gedenkfeier 50 Jahre Illerunglück

Gedenkfeier zum "Illerunglück" am 03.06.2013 (Foto: rechts)

Das Gebirgssanitätsregiment 42 „Allgäu“ erinnerte und gedachte in der jährlich stattfindenden gemeinsamen Gedenkfeier am Illerdenkmal in Kempten-Hirschdorf an die fünfzehn Soldaten des Luftlandejägerbataillons 19 aus Kempten, die dort am 03. Juni 1957 auf tragische Weise in den Fluten der Iller ums Leben kamen.

Das Illerunglück war das erste schwere Unglück der damals noch ganz jungen Armee und ist nach wie vor eines der schwersten Unglücke in der Geschichte der Bundeswehr. Das Illerunglück führte am 18. Oktober 1957 zur Gründung einer Selbsthilfeorganisation aller Soldaten, dem Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. (SHWBw), dessen Grundidee und Leitmotiv „Soldaten helfen Soldaten“ unverändert aktuell und relevant sind.

Die nunmehr seit 56 Jahren stattfindende Iller-Gedenkfeier sowie die rein soldatische Selbsthilfeorganisation des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. haben somit bereits eine sehr lange gemeinsame Tradition. (Bericht mit Foto)


Weitere Fotos von der Gedenkveranstaltung in Kempten (2007)

Plakatzusammenstellungen für 50 Jahre Illerunglück (Ortsgeschichtlicher Arbeitskreis Heiligkreuz)

Gedenkveranstaltung 40 Jahre mit Ehemaligen Kameraden (1997)

Link zum Film im Bundesarchiv (07.05.1957):

https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/586280?q=Kempten

Einweihung Ehrenmal Hirschdorf 1957

Trauerfeier Illerunglück 1957

Bergung, Illerunglück 1957