Race Across Germany 2026: Mit Ausdauer zum Erfolg

Mehr als 1.100 Kilometer, fast 8.800 Höhenmeter und nur wenige kurze Schlafpausen: Mit einer beeindruckenden Ausdauerleistung hat Hauptfeldwebel Franke das Race Across Germany 2026 erfolgreich beendet. Neben dem sportlichen Erfolg stand auch der gute Zweck im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Oberstabsfeldwebel Olaf Täuber wurden im Rahmen des Projekts 1.700 Euro an Spendengeldern gesammelt.

Der Entschluss zur Teilnahme fiel bei Hauptfeldwebel F. bereits 2025, nachdem ein Podcast das Interesse an dem renommierten Ultracycling-Rennen geweckt hatte. Mit der Anmeldung begann eine monatelange und intensive Vorbereitung. Bis zu zehn Trainingseinheiten pro Woche sowie mehrtägige Ausfahrten von über 400 Kilometern dienten dazu, Körper und Geist auf die außergewöhnlichen Belastungen vorzubereiten.

Von 261 gemeldeten Teilnehmenden gingen schließlich 245 an den Start, 87 erreichten das Ziel nicht. In der besonders anspruchsvollen Kategorie „Unsupported“, in der Verpflegung, Schlaf und Streckenorganisation eigenständig bewältigt werden müssen, belegte Hauptfeldwebel F. einen hervorragenden 26. Platz in seiner Altersklasse M 50-. Mit einer Gesamtzeit von 52 Stunden und 28 Minuten blieb er deutlich unter dem Zeitlimit seiner Altersklasse von 57 Stunden.

Nach einem schnellen Auftakt über die ersten 400 flachen Kilometer mit einem Durchschnitt von 26,5 km/h änderte sich das Streckenprofil grundlegend. Es folgten insgesamt 8.724 Höhenmeter – nahezu die Höhe des Mount Everest. Für einen Sportler aus dem hohen Norden wurde dabei deutlich, dass norddeutsche Trainingsbedingungen nur bedingt auf lange Anstiege vorbereiten. Aus den heimischen „Hügeln“ wurden im Rennen schnell echte Berge.

Kurze Powernaps von zehn bis zwanzig Minuten mussten ausreichen, um die Konzentration aufrechtzuerhalten. Als in der zweiten Nacht Müdigkeit und Erschöpfung erste Halluzinationen verursachten, erwies sich eine Bushaltestelle als willkommener Schlafplatz. Nach einer kurzen Pause und dem Sonnenaufgang ging es auf die letzten Kilometer Richtung Garmisch-Partenkirchen.

Trotz sommerlicher Hitze, schwindender Energiereserven und der Strapazen von mehr als zwei Tagen im Sattel erreichte Hauptfeldwebel F. das Ziel erfolgreich. Die Platzierung unter den besten Teilnehmern der Unsupported-Wertung unterstreicht eindrucksvoll, dass konsequente Vorbereitung, mentale Stärke und Durchhaltevermögen auch unter extremen Bedingungen zum Erfolg führen.

Der Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, Oberstabsfeldwebel Olaf Täuber für die Unterstützung der Spendenaktion sowie der Familie, deren Rückhalt die intensive Vorbereitungszeit und die erfolgreiche Teilnahme erst möglich gemacht haben. (Foto Hauptmann a.D. Kyeck, Text Hauptmann a.D. Kyeck und Hauptfeldwebel Franke)

Scheckübergabe: v.l. Hauptfeldwebel Franke u. Oberstabsfeldwebel Täuber